December 2023Zofinger Luft (choice)








Exhibition view, Zofinger Luft, in the group exhibition, Mindmapping Art, Kunsthaus, Zofingen, 2023, Photo: Caroline Minjolles
Exhibition view, Zofinger Luft, in the group exhibition, Mindmapping Art, Kunsthaus, Zofingen, 2023
<p>Detail view, <em>Zofinger Luft</em>, in the group exhibition, Mindmapping Art, Kunsthaus, Zofingen, 2023</p>
Exhibition view, Zofinger Luft, in the group exhibition, Mindmapping Art, Kunsthaus, Zofingen, 2023
Detail view, Zofinger Luft, in the group exhibition, Mindmapping Art, Kunsthaus, Zofingen, 2023
Video still, Zofinger Luft 1878 - 1892, in the group exhibition, Mindmapping Art, Kunsthaus, Zofingen, 2023
Video still, Zofinger Luft 1878 - 1892, in the group exhibition, Mindmapping Art, Kunsthaus, Zofingen, 2023
Video still, Zofinger Luft 1878 - 1892, in the group exhibition, Mindmapping Art, Kunsthaus, Zofingen, 2023
8 x Fotografien: Inkjetdruck auf Innovapapier, 118 x 80 cm, 60 x 40 cm, 87 x 60 cm, 45 x 30 cm, 15 x 10.8 cm
1 x Video: HD 16:9, 1920 x 1080, Farbe, 9:52, Ton
1 x Silberner Suppenlöffel
1 x Ausgestopfter Rabe
Für die "Auswahl 23" im Aargauer Kunsthaus habe ich einen Teil meiner mehrteiligen Arbeit ZOFINGER LUFT ausgestellt, welche im Frühling 2023 in der Gruppenausstellung “Mindmapping Art” im Kunsthaus Zofingen gezeigt wurde.
In dieser Arbeit recherchiere ich zu meiner Urgrossmutter Clara Bollag und deren Familie, im Zusammenhang mit der Ortsgeschichte Zofingens. Clara Bollag hatte seit ihrer Geburt 1884 in Zofingen gelebt, bevor sie 1904 zum Ursprungsort ihrer Familie, nach Endingen zog. Auf den Spuren meiner Urgrossmutter besuchte ich das Museum Zofingen, die Bibliothek und das Stadtarchiv Zofingens, recherchierte im Archiv des Turnvereins Zofingens, führte Gespräche mit Bewohner*innen und suchte nach Spuren meiner jüdischen Vorfahren.
Das Resultat dieser Recherche ist eine mehrteilige Installation, welche sich aus Fotografien, einem Video, persönlichen Objekten aus dem Nachlass meiner Familie, sowie Fundstücke aus dem Musuem Zofingens zusammensetzt.
August 2023Durchfluten







Detail view, Durchfluten, in der Gruppenausstellung, Flow Edition, Ancienne Synagogue Hégenheim, 2023
Detail view, Durchfluten, in der Gruppenausstellung, Flow Edition, Ancienne Synagogue Hégenheim, 2023
Exhibition view, Durchfluten, in der Gruppenausstellung, Flow Edition, Ancienne Synagogue Hégenheim, 2023
Detail view, Durchfluten, in der Gruppenausstellung, Flow Edition, Ancienne Synagogue Hégenheim, 2023
Detail view, Durchfluten, in der Gruppenausstellung, Flow Edition, Ancienne Synagogue Hégenheim, 2023
Audio piece + Exhibition view, Durchfluten, in der Gruppenausstellung, Flow Edition, Ancienne Synagogue Hégenheim, 2023
Exhibition view, Durchfluten, in der Gruppenausstellung, Flow Edition, Ancienne Synagogue Hégenheim, 2023
Photogramm on Baryt Paper, behind Glas, variabel sizes:
30.5 x 40.6 cm; 24 x 30.5 cm, 17.8 x 24 cm, 12.7x 17.8 cm
In der Installation stehen vier abgenutzte Holztische, welche die Künstlerin vor Ort in der Synagoge gefunden hat. Sie stehen in einer Gruppe, wie in einem Archiv oder einer Bibliothek. Auf den Tischen liegen Abbilder von amtlichen Dokumenten, ausgeschnitten und unter Glasplatten platziert.
Für die Arbeit «Durchfluten» hat Françoise Caraco das Recherchematerial, welche sie in verschiedenen Archiven gefunden hat, auf Fotopapier gelegt und durchleuchtet. Auf den entstandenen Fotogrammen heben sich die spärlichen Überlieferungen zu ihrer Familiengeschichte ab wie Licht vom Dunkel.
Der Ausgangspunkt der Recherche zu ihrer Familiengeschichte, verbindet Françoise Caraco spezifisch mit dem Ort Hegenheim. Ihr Urgrossonkel, eingewanderter Jude aus Konstantinopel, war einmal mit einer Jüdin aus Hegenheim verheiratet. Die Spuren dieser Familiengeschichte, sowie des gemeinsamen Sohnes Robert Caraco führten unter anderem nach Basel, Zürich, Frankreich, sowie nach Buchenwald, Natzweiler, Dachau und wieder zurück. Ihre Fundstücke - zu Geburt, Aufenthalt, Heirat, Einbürgerung oder Streitigkeiten, Inventare, Listen - was sie über ein persönliches Schicksal verraten oder eben auch nicht zu sagen vermögen, beinhalten jedoch auch immer Leerstellen. Diese Leerstellen zeichnet Françoise Caraco mit eigenen Fragen nach und verwebt sie mit dem Archivmaterial zu einer Geschichte. Diese können Besuchende als Audiospur auf einem Stuhl sitzend und durch das grosse Fenster an der Stirnseite des Raumes blickend hören. Hörend empfinden wir den Weg der Künstlerin und ihrer Recherchen nach, begeben uns auf eine Zeitreise in unterschiedliche Welten und holen durch das Fenster blickend, das Draussen in Gedanken in den Raum hinein.
Seit einigen Jahren beschäftigt sich Françoise Caraco in ihren ortsspezifischen Installationen mit der eigenen Familiengeschichte. Dabei nimmt sie wiederholt die hinterlassenen Notizen ihres Grossvaters als Grundlage und sucht durch die Kunst, die Lücken zu füllen.
Text: Patricia Hujinen
Audio piece, Durchfluten, 15' 18'', 2023
Spoken by Alma Caraco
April 2023Zofinger Luft









Exhibition view, Zofinger Luft, in the group exhibition, Mindmapping Art, Kunsthaus, Zofingen, 2023, Photo: Rachel Bühlmann
Exhibition view, Zofinger Luft, in the group exhibition, Mindmapping Art, Kunsthaus, Zofingen, 2023, Photo: Rachel Bühlmann
Exhibition view, Zofinger Luft, in the group exhibition, Mindmapping Art, Kunsthaus, Zofingen, 2023
Exhibition view, Zofinger Luft, in the group exhibition, Mindmapping Art, Kunsthaus, Zofingen, 2023
Exhibition view, Zofinger Luft, in the group exhibition, Mindmapping Art, Kunsthaus, Zofingen, 2023
Detail view, Zofinger Luft, in the group exhibition, Mindmapping Art, Kunsthaus, Zofingen, 2023
Exhibition view, Zofinger Luft, in the group exhibition, Mindmapping Art, Kunsthaus, Zofingen, 2023
Exhibition view, Zofinger Luft, in the group exhibition, Mindmapping Art, Kunsthaus, Zofingen, 2023
Exhibition view, Zofinger Luft, in the group exhibition, Mindmapping Art, Kunsthaus, Zofingen, 2023
Fotografien: Inkjetdruck auf Innovapapier, 118 x 80 cm, 60 x 40 cm, 87 x 60 cm, 45 x 30 cm
Video: HD 16:9, 1920 x 1080, Farbe, 9:52
Besucherinnen und Besucher werden von der vielteiligen Installation von Françoise Caraco empfangen, die sich über zwei Stockwerke verteilt. Caracos Installation mit dem Titel: ZOFINGER LUFT ist eine Auseinandersetzung mit ihrer eigenen Familiengeschichte. Caraco recherchiert zum Leben ihrer Urgrossmutter Clara Bollag und deren Familie im Zusammenhang mit der Ortsgeschichte von Zofingen. Clara Bollag lebte seit ihrer Geburt 1884 mit ihrer Familie in Zofingen, bevor sie 1892 zum Ursprungsort ihrer Familie, nach Endingen zog. Auf den Spuren Clara Bollags besuchte Françoise Caraco die Bibliothek und das Stadtarchiv in Zofingen, recherchierte im Archiv des Turnvereins Zofingen, im Museum Zofingen und dessen historischen und naturhistorischen Abteilung und führte Gespräche mit Bewohner*innen. Sie suchte nach Spuren ihrer Vorfahren, die jüdischer Herkunft waren. Bei ihrer Recherche erfuhr die Künstlerin, dass Clara Bollags Vater Viehhändler gewesen war, damals eine der wenigen beruflichen Möglichkeiten für Juden. Seine Frau und er lebten mit der Familie an verschiedenen Adressen in der Oberstadt Zofingens. Bollags Viehstall befand sich an der Scheunengasse. Diese Informationen hat Françoise Caraco im Register der Einwohnerkontrolle Zofingen 1898, im Geburtsregister a II, 1883-1891, im Liegenschaftsverzeichnis der Gemeinde-Zofingen von 1886 oder im Steuerbuch der Gemeinde Zofingen 1892-1897 gefunden. Daraus lässt sich auf die Lebensumstände der Familie Bollag schliessen, doch ergibt sich kein Bild, wie ihre Urgrossmutter Clara in Zofingen lebte.
Was mochte die Familie von Clara Bollag 1892 zur Rückkehr nach Endingen bewogen haben? Wo und wie lebte Clara Bollag? Vieles bleibt unbeantwortet. Diese fehlenden Informationen zeichnet Françoise Caraco anhand von bildlichen Leerstellen in der Installation ZOFINGER LUFT nach. Sie visualisiert die Leerstellen einerseits mit Löschblättern welche sie in den Büchern des Stadtarchivs Zofingen gefunden hat, andererseits mit präparierten Vögeln, die in der Zeit von Clara Bollag in Zofingen gelebt haben und die sie fotografiert oder mit unbelichteten Fotonegativplatten, aus dem Nachlass eines Zofinger Fotografen, welche thematisch in Zusammenhang mit der Geschichte der Familie stehen. Finale der Installation bildet das Videowerk: ZOFINGER LUFT, 1878 – 1892, das in bewegtem Bild und gesprochenem Wort die künstlerische Recherche von Françoise Caraco zu Clara Bollag vereint.
Text: Eva Bigler
February 2023Stilles Buch aus der Lücke









Detail and Exhibition view, Stilles Buch aus der Lücke, in cooperation with Agatha Zobrist, Eck Raum für Kunst, Aarau, 2023
Exhibition view, Stilles Buch aus der Lücke, in cooperation with Agatha Zobrist, Eck Raum für Kunst, Aarau, 2023
Exhibition view, Stilles Buch aus der Lücke, in cooperation with Agatha Zobrist, Eck Raum für Kunst, Aarau, 2023
Exhibition view, Stilles Buch aus der Lücke, in cooperation with Agatha Zobrist, Eck Raum für Kunst, Aarau, 2023
Exhibition view, Stilles Buch aus der Lücke, in cooperation with Agatha Zobrist, Eck Raum für Kunst, Aarau, 2023
Talk, Ungelesene Bücher with Sébastien Fanzun, Literaurwissenschaftler and Cédric Weidmann, Leiter Aargauer Literaturhaus, in the exhibition Stilles Buch aus der Lücke, Eck Raum für Kunst, Aarau, 2023
Exhibition view, Stilles Buch aus der Lücke, in cooperation with Agatha Zobrist, Eck Raum für Kunst, Aarau, 2023
Exhibition view, Stilles Buch aus der Lücke, in cooperation with Agatha Zobrist, Eck Raum für Kunst, Aarau, 2023
Exhibition view, Stilles Buch aus der Lücke, in cooperation with Agatha Zobrist, Eck Raum für Kunst, Aarau, 2023
Installativer Katalog für nicht gelesene Bücher
Fotografiene; Laserkopien 21cm x 29cm
Ausgangspunkt für die gemeinsame Beschäftigung mit Büchern war für Françoise Caraco und Agatha Zobrist ein verlassener Bücherstapel, gefunden an einem Strassenrand in strömendem Regen. Die Künstlerinnen entwickelten daraus 2021 das Projekt «Gutes Buch im Regen» für den Kunstraum Nano in Zürich, wo sie Bücher in den Kunstkontext verschoben und deren Wert neu verhandelten. Der Ausstellungsraum wurde zu einem installativen Katalog für gefundene Bücher.
Die Ausstellung im Eck ist eine situations- und ortsspezifische Adaption und Weiterführung des Projektes von 2021. Im Zentrum steht hier das nicht gelesene Buch aus dem privaten Büchergestell und damit verbunden die persönliche Geschichte zum Buch, die Hinweise auf den Inhalt liefern kann. Die Künstlerinnen lassen sich per Aufruf nicht zu Ende gelesene Bücher schenken und folgende Fragen dazu beantworten: Wie ist das Buch zu dir gelangt und wieso hast du es nicht zu Ende gelesen? Ebenso bitten sie um ein Foto der entstandenen Lücke im Gestell.
Die Bücher und die gesammelten Informationen und Fotos werden von den Künstlerinnen neu gestaltet, katalogisiert und in einer eigens fürs Eck gezimmerten Raumbox gezeigt. Durch die inszenierte Geschichte und das Bild der Nachbarschaft im ursprünglichen Büchergestell lässt sich möglicherweise auf Art und Inhalt des Buches schliessen. Die Imaginationskraft ist geweckt. Wer ein Buch erstehen möchte, verlässt sich auf das Bild der Lücke und den Text, der zum Nichtlesen des Buches führte.
Als Auftakt findet am 4. Februar 2023 eine performative Lesung aus der Box statt. An der Vernissage vom 11. März 2023 wird die Box zum räumlich inszenierten Katalog, die Bücher können von den Besucher*innen erworben werden. Am 24. März um 19 Uhr findet ein Talk mit Sébastien Fanzun, Literaurwissenschaftler und Cédric Weidmann, Leiter Aargauer Literaturhaus statt.
October 2021Gutes Buch im Regen




Exhibition view, Gutes Buch im Regen, in cooperation with Agatha Zobrist, nano-Raum für Kunst, 2021
Detail view, Gutes Buch Im Regen, in Zusammenarbeit mit Agatha Zobrist, nano-Raum für Kunst, 2021
Exhibition view, Gutes Buch im Regen, in cooperation with Agatha Zobrist, nano-Raum für Kunst, 2021
Detail view, Gutes Buch Im Regen,in cooperation with Agatha Zobrist, nano-Raum für Kunst, 2021
Installativer Katalog für gefundene Bücher
Diaschau
Ein einsamer Bücherstapel steht ungeschützt an einem Strassenrand in Wipkingen, es regnet in Strömen. Der Anblick dieser durchnässten Bücher war für Françoise Caraco und Agatha Zobrist Ausgangspunkt und Inspiration der hier gezeigten Arbeit. Alsbald nahmen sich die beiden Künstlerinnen weiterer Bücher an, die als temporäres Antiquariat mit dem Vermerk «gratis» irgendwo in der Stadt auf Abnehmerinnen warteten. Dies mag für die einen eine bequeme Art sein, sich von überflüssigem Ballast zu befreien, anderen fällt es schwer, Bücher wegzuwerfen. Sei es aus nostalgischen Gründen, aus Ehrfurcht vor dem Werk, vor den Schreibenden oder einfach aus Liebe zum Buch, das sie für eine gewisse Zeit begleitet hat.
In der Ausstellung «Gutes Buch im Regen» arbeiten Françoise Caraco und Agatha Zobrist mit Textauszügen, die sie aus den Büchern extrahieren und auf A5-Blättern an der Wand befestigen. Nur der erste und der letzte Satz des Werks sind lesbar. «Seit einer Woche hält sie durch. ... Das mit uns ist noch nicht vorbei.» Dazwischen tut sich eine Welt auf, eine Geschichte, die vielleicht ein Jahrhundert oder auch nur einen Tag umfasst. Um welche Geschichte es sich handelt wird nicht offengelegt und bleibt unserer Imagination vorbehalten.
179 Bücher stehen aufgereiht in einem Büchergestell, die Sachbücher dicht zusammengerückt, die Romane lockerer geordnet. Alle sind sie in ein weisses Papier gehüllt, zeigen den Betrachtenden ihren weissen Buchrücken und tragen auf dem Buchdeckel den Stempel «Gutes Buch im Regen».
An zwei Wänden sind subtil und fein Buchseiten angeklebt – für jedes Buch ein Blatt. Sie führen in einer lockeren Fluchtlinie zu den Büchern an der Stirnwand. Die weisse Szenerie verleiht dem Raum etwas Schwereloses. Es entsteht eine Leichtigkeit, eine Leere, die gedanklich neu gefüllt werden kann. Jedes einzelne Buch kann für einen Einheitspreis von Franken 8 erworben werden, damit es in neuer Form an einem anderen Ort wieder seine Geschichte erzählen kann. Durch die verkauften Bücher erhält das Büchergestell Lücken und verändert seine skulpturale Form fortlaufend.
Die Installation «Gutes Buch im Regen» ist das Produkt eines Dialogs zwischen zwei verschiedenen Künstlerinnen, deren Handschrift zu einer einzigen verschmilzt. Das Erinnern und Vergessen ist eines der grossen Themen, mit dem sich Françoise Caraco mit Text, Audio-, Video- und Fotoinstallationen beschäftigt. Dies verbindet sich in dieser Installation im Kunstraum nano hervorragend mit Agatha Zobrists Sinn für Materialien, Inszenierungen und Interventionen vor Ort. Im gemeinsam entwickelten Projekt «Gutes Buch im Regen» geben sie nicht nur wertlos gewordenen Büchern ihre einstige Würde zurück, sie öffnen den Raum und wecken damit die Neugier und Imaginationskraft der Betrachtenden.
October 2020Lucky Cat


Exhibition view, Lucky Cat, Bonustrack, Kunsthaus Aussershil, Schaufenstervitrinen, Müllerstrasse, Kunsthaus Aussersihl Zürich, 2020
Detail view, Lucky Cat, Bonustrack, Kunsthaus Aussershil, Schaufenstervitrinen, Müllerstrasse, Zürich, 2020
Installation in einer Schauvitrine: Vorhang, Lucky Cat, Sockel, Post-it
Françoise Caraco und Tanja Kalt bespielen eine Schauvitrine in Zürich im Kreis 4. Die Auswahl der Objekte, wie die Lucky Cat nimmt Bezug auf das Quartier, denn diese Lucky Cats sind auch sont in diesem Quartier oft in Schaufenstern zu sehen, wie in den Thai-Massage-Salons. Der grüne Vorhang deutet auch auf etws was dahinter verborgen bleiben soll, denn oft sind bei den Massage-salons der Einblick durch das Glas verwehrt unter anderem auch mit einem Vorhang. Und der Sockel welcher mit Leopardenmuster eingepackt ist, deutet auf das Qzartier, welches auch bekannt ist als Rotlichtquartier.
Die winkende Lucky Cat ein Glücksbringer aus der japanischen Kultur, bewegt nonstop ihren linken Arm. Das an der winkenden Lucky Cat bei der Pfote angklebtes rosa Post-itdarauf skizziert eine Zielscheibe. Denn die Pfote wedelt so das Notizzettelchen mit der aufskizzierten Zielscheibe an einem Loch im Glas der Vitrine auf und ab.
Lucky Cat: Glückskatze – Volltreffer, ist hier auch damit gemeint, wenn die skizzierte Zielscheibe mit dem Loch des Glases übereinstimmt.
July 2020Familienangelegenheit // Family affair






Exhibition view, Familienangelegenheit, Museum Strauhof, Zürich, 2020
Detail view, Familienangelegenheit, Museum Strauhof, Zürich, 2020
Exhibition view, Familienangelegenheit, Museum Strauhof, Zürich, 2020
Exhibition view, Familienangelegenheit, Museum Strauhof, Zürich, 2020
Detail view, Familienangelegenheit, Museum Strauhof, Zürich, 2020
Exhibition view, Familienangelegenheit, Museum Strauhof, Zürich, 2020
Audiofile, Familienangelegenheit – Ein Zwiegespräch, Strauhof, Zürich, 2020
Audiostück 23‘ 25“, gesprochen von Esther Becker
15 Farbfoto auf Bütenpapier 420 x 594 mm
Françoise Caraco befasst sich in ihren Arbeiten seit einigen Jahren mit ihrer Familiengeschich-te. Ihre jüngste Recherche hat sie ins Surbtal geführt, nach Endingen, einem ehemaligen «Judendorf». Im 18. und 19. Jahrhundert waren Endingen und das Nachbardorf Lengnau die einzi-gen Orte der Schweiz, in denen sich Juden niederlassen durften. Caracos Urgrossmutter Clara Bollag und weitere Familienmitglieder haben auf dem jüdischen Friedhof Endingens ihre letzte Ruhe gefunden. Aus gesammelten Gesprächssequenzen mit ihrem Vater und dessen Gros-scousine entwirft die Künstlerin ein Zwiegespräch. Caracos Audioarbeit verwebt anhand des Zwiegesprächs Momente des Alltags, der Freude und des Verlusts mit Sequenzen einer Radio-sendung, welche die Herkunft aus dem Surbtal umkreisen. An den Wänden versammelt die Künstlerin skizzenhafte Momentaufnahmen persönlichen Quellenmaterials aus dem Nachlass der Familien Caraco und Wyler und Ausschnitte aus Geschichtsbüchern zu Endingen. Geschichte wird bei Caraco zum fortwährenden, dialogischen Abgleich zwischen individueller und kollektiver Erinnerung.
May 2020Familienmodell(e) // Family Model(s)







Exhibition view, Familienmodell(e), Shedhalle, Zürich, 2020
Kinderworkshop: Tierische Familie, in Zusammenarbeit mit Karin Kurzmeyer in der Ausstellung, Familienmodell(e), Shedhalle, Zürich, 2020
Filmabend 3; Aufwachsen/ Kind/ Vater, in der Filmreihe: Bewegte Familienbilder, mit Videos von Diana Frei, Frank Müller und Diaschau von Meret Wandeler, in Zusammenarbeit mit Cora Piantoni, in der Ausstellung, Familienmodell(e), Shedhalle, Zürich, 2020
Exhibition view, Familienmodell(e), Shedhalle, Zürich, 2020, Video Links: Martina Rieder, Monterana – Selbstgestaltenes lernen; Video Mitte: Françoise Caraco, Familie–Erziehung–Freiheit; Video rechts: Cinemas Copains; Freie Schule am Mauerpark, Leitsätze Marlene Bill, Chindsgi Rote Fabrik, Foto: Shedhalle Zürich
Ausstellungsansicht, Familienmodell(e), Shedhalle, Zürich, 2020
Sendung auf TeleZüri 1996, Zusammenschnitt aus 3 Fernsehbeiträgen:
Bericht vor 8, 1976, Schweizer Fernsehen, Experimentierkindergarten 13 Jahre später, Schweizer Fernsehen, Chindsgi Hönggerberg, Telezüri
Exhibition view, Familienmodell(e), Shedhalle, Zürich, 2020
Ausstellungsansicht, Familienmodell(e), Shedhalle, Zürich, 2020
Experiment
Recherche
Ausstellung
Das Projekt Familien-Modelle widmet sich in Form einer partizipativen, öffentlichen Recherche der Frage, wie wir die Gemeinschaft „Familie“ heute leben und begreifen.
Mit Hilfe von öffentlichen Recherche-Phasen, Veranstaltungen, Filmvorführungen, Diskussionsrunden, Workshops, und Open Calls versammelt und erforscht das Projekt existierende Modelle auf eine breite und zugängliche Art. Von Beginn an ist eine Vielzahl von Akteur*innen (Besucher*innen, Anwohner*innen, Kunstschaffende, Fachpersonen u.a.) aktiv in die Recherche eingebunden.
Das Thema Familie macht alle zu Expert*innen: Wir alle haben, leben, sind Familie. Denn Familie ist gleichzeitig Beziehungs- und Rechts-form, Lebens- und Pflichtgemeinschaft, Sehn-suchtsort, Projektionsfläche, Zelle, soziales Sicherheits-netz und ökonomische wie normative Einheit. Statt einer Neu Definition von Familie geht es um eine Bestandsaufnahme. Das Ausstellungs-Projekt befragt Menschen nach ihren Lebensrealitäten und stellt den vielstimmigen Austausch über gelebte, erhoffte und verworfene Modelle ins Zentrum.
Das Kernteam: Mirjam Bayerdörfer, Françoise Caraco, Franz Krähenbühl, Cora Piantoni fasst die Ergebnisse zusammen und kuratiert die thematische Ausstellung: Dokumentarische Materialien, künstlerische Arbeiten und Forschungsfelder werden vor Ort zusammengetragen und verbinden sich zu einer Ausstellung.

Zoommeeting und Diskussion, Familie – Erziehung – Freiheit, Shedhalle, Zürich, 2020
Familie – Erziehung – Freiheit (2020)
Filmscreening/ Zoom-Meeting und Diskussion 67 Min.
Was ist von den Familienmodellen und Erziehungsformen der 1968er geblieben? Françoise Caracos Fokus in der Diskussion liegt auf Experimentierkindergärten, freien Schulen, auf Eigenverantwortung in Erziehung und Zusammenleben. Gemeinsam mit anderen ehemaligen Kindern, Eltern, Lehrpersonal und weiteren Zeitzeugen blickt sie zurück auf Erfahrungen und Konzepte. Was ist aus uns geworden? Was bleibt relevant?
Mit: Anina Leudolph, Brigitte Graf, Eva Wandeler, Lesly Luff, Lisa Kromer, Martina Rieder, Meret Wandeler, Sonja Weilenmann moderiert von Françoise Caraco
July 2016Zypresse // Cypress



Hörstück Zypresse aufegführt im alten botanischen Garten Zürich zur Themenausstellung Klimagarten 2085, in Zusammenarbeit mit Simon Grab, Foto: Nina Mann, 2016
Zypresse (Cypress), audio work staged in collaboration with Simon Grab in the Old Botanic Garden, Zurich, as part of the thematic exhibition Klimagarten 2085 (Climate Gardens 2085)
Hörstück Zypresse aufegführt im alten botanischen Garten Zürich zur Themenausstellung Klimagarten 2085, in Zusammenarbeit mit Simon Grab, Foto: Nina Mann, 2016
Audio work Zypresse
Zypresse // Cypress (2016)
Audio work, Time 14' 40'', spoken by Esther Becker, Soundcomposition Simon Grab
Françoise Caraco and Simon Grab have staged a text collage as an audio piece about the cypress tree, acoustically and visually performed by them in the Botanic Garden.
The cypress has become the subject of myths and classification systems; here it appears in the present scene as a ‘concrete plant’. Set against the backdrop of the Botanic Gardens the audio track invites the listeners to take an imaginary journey in time spans[i1] around the Mediterranean.
June 2016About a Duck Pond and the Rappenloch Gorge










Exhibitionview, Von Ententeich und Rappenloch, Gepäckausgabe 2016, Glarus
Exhibitionview, Von Ententeich und Rappenloch, Gepäckausgabe 2016, Glarus
Exhibitionview, Von Ententeich und Rappenloch, Gepäckausgabe 2016, Glarus
Exhibitionview, Von Ententeich und Rappenloch, Gepäckausgabe 2016, Glarus
Exhibitionview, Von Ententeich und Rappenloch, Gepäckausgabe 2016, Glarus
Exhibitionview, Von Ententeich und Rappenloch, Gepäckausgabe 2016, Glarus
Exhibitionview, Von Ententeich und Rappenloch, Gepäckausgabe 2016, Glarus
Exhibitionview, Von Ententeich und Rappenloch, Gepäckausgabe 2016, Glarus
Exhibitionview, Von Ententeich und Rappenloch, Gepäckausgabe 2016, Glarus
Exhibitionview, Von Ententeich und Rappenloch, Gepäckausgabe 2016, Glarus
Von Ententeich und Rappenloch // About a Duck Pond and the Rappenloch Gorge (2016)
45 A5 index cards
Map printout 95cm x 45cm, corresponding localized markings
A number of laser-print copies in various sizes
Audio track, time 2' 20"
As an outside artist I visit Glarus in a search for places of memory that no longer exist as spatial phenomena. The crucial thing to me when I ask the people of Glarus about the places they associate with their own memories is the relationship of the space to remembered reality.
My work in the Gepäckausgabe in Glarus documents less the scenes of a ‘bigger’ history of Glarus, and instead the search for the spaces that emerge from the subjective accounts of individual inhabitants – mostly only for a fleeting moment – as they leaf through the stories collected by me on A5 index cards.
The stories recounted are linked to the respective corresponding locations in Glarus on a map with green markers so that, as far as possible, each of these places is additionally indicated as ‘an existing site’. Further ‘exhibited enactments of reminiscences’ are a collection of photos on a green wall, drawings and an audio track with guitar riffs kindly provided to me by those who recounted the stories.
October 2015Iconoclasm

Exhibition view, Bildersturm in the group exhibition ANGE(SE)HEN, Münster Basel 2015
Audio work, Bildersturm
Bildersturm // Iconoclasm (2015)
Four iPod shuffles, four sets of headphones
Audio installation, 14'40'', loop
In Bildersturm, Françoise Caraco invites the visitor to experience for him or herself a theatre piece set in the space of a church with various protagonists through their own mind’s eye. Caraco defines the stage as the nave, the pulpit, the rood-screen and the mighty cathedral organ that rests upon it. The speakers are the culture enthusiasts Astrid and Max along with Mark, a guest from abroad, as well as Esther the enquirer and the voices from the gallery. The text that can be heard via the headphones is a series of online readers’ comments collected by the artist from articles dealing with the current critical problem of the destruction of artworks in battle-torn regions. In so doing she allows opinions, statements and questions highlighted within them to emerge. Additionally she includes details of the events of the iconoclastic fervour in Basel as documented from the turmoil of the Protestant Reformation around 1529.
With her work Françoise Caraco draws attention to the fact that the eradication of images and the destruction of cultural objects is a continuous leitmotif in human history. Such an obliteration of artefacts that serve as vehicles for identity is a highly symbolic act, aimed at wounding the self-worth of a people or a religious group.
The text, spoken by Esther Becker, is accompanied with subtle organ tones and sounds from sound artist Simon Grab.
Françoise Caraco (b. 1972) comes from Basel and lives in Zurich. The basis of her artistic work is research into family histories, historical events and places steeped in history. In her texts, audio works, video works and installations she interweaves fact and fiction so as to forge a connection to the pressing topics of today.
February 2015Grandfathers Documents




Exhibition view Grossvaters Dokumente, in der Gruppenausstellung Geschichte in Geschichten, Helmhaus Zürich 2015
Detail, Doppelprojektion Grossvaters Dokumente, in der Gruppenausstellung Geschichte in Geschichten, Helmhaus Zürich 2015
Exhibition view Grossvaters Dokumente, in der Gruppenausstellung Geschichte in Geschichten, Helmhaus Zürich 2015
Detailansicht, Transkript, Grossvaters Dokumente, in der Gruppenausstellung Geschichte in Geschichten, Helmhaus Zürich 2015
Audio work: Grossvaters Dokumente, 2015
Grossvaters Dokumente // Grandfathers Documents (2015)
Space installation, 2 Videoprojektionen, audiowork and transcript
Video, HD 16:9, 16'29''/ 20'23'', Audio work, 9'54'' spoken by Esther Becker
The ‘I’ in History.
The image would be the same. Were a historian to be filmed at work from behind it would probably look similar to the dual-channel video installation by Françoise Caraco: researching in front of the computer for sources, information, references that are then assembled to form a historical narrative. What, therefore, distinguishes an artist like Françoise Caraco from a historian? Precisely the fact that she films herself working, while a historian leaves the story he or she tells to speak for itself, or perhaps even allows themselves to become invisible behind it. Perhaps nowadays it is obvious that not only stories get authored, but that history itself does too – by ostensibly all-knowing narrators, from a specific perspective, with very definite interests. It comes as no surprise that history as a discipline is sometimes still taught as if its texts were engraved in stone, prescribed from a higher authority.
Françoise Caraco is on a par, if not better than a historian. A transcript of her encounter with a member of staff from a Paris archive dedicated to collecting source material on missing Jewish persons makes it apparent just how scrupulously Caraco undertook her search for her grandfather’s French relatives during her stay in France. The photographs and documents left by her grandfather have now become a part of the archive. Nevertheless, Caraco is not a historian. She recounts stories in the first person – in a text transmitted via headphones. In this narrative she herself passes the ‘mur des noms’ of the Mémorial de la Shoah – located directly opposite her temporary Paris studio, and which she likewise shows in her film footage – and reads the engraved names of the disappeared. And, importantly, she shows herself at work. The ‘I’ in Caraco’s form of history is written large.
Artists have learnt a lot from historians. But what can historians learn from artists? One example is that video – a predominant medium in this exhibition – can also serve to recount history. And that one can hide oneself behind a camera as easily as one can hide oneself behind an authoritarian authorship that excludes the first person. But there is nothing inevitable about this, as Françoise Caraco demonstrates in text and film.
Text: Daniel Morgenthaler for the exhibition Geschichten in Geschichte (Histories in History), curated by Daniel Morgenthaler, Helmhaus Zurich, 2015
February 2015Une fenêtre – une oeuvre



Une fenêtre – une oeuvre (2015)
Installation, 15 A4 feuilles et chauffage
«Une fenêtre – une oeuvre» représente la perspective d’un résident de la Cité des Arts. Des feuilles de papiers A4 attachées au mur forment un quadrillage, indiquant ainsi la façade des fenêtres du bâtiment principal de la Cité. Le flux d’air chaud monte du chauffage électrique, causant une légère élévation parmi les feuilles. Le texte écrit à travers les feuilles mentionne les différentes situations possibles d‘ateliers, abordant ainsi l‘idée de lotissement choisie par la Cité des Arts pour se présenter: Chaque fenêtre s’ouvre sur l’univers singulier d’un artiste en résidence, une fenêtre – une oeuvre.
June 2014Aufruf, Wanderung im Turtmanntal, 2014



Aufruf, Wanderung, Der Betteltag im Turtmanntal, Turtmann, 2014
Aufruf, Wanderung, Der Betteltag im Turtmanntal, Turtmann, 2014
Aufruf, Wanderung, Der Betteltag im Turtmanntal, Turtmann, 2014
Aufruf, Wanderung im Turtmanntal, 2014
Anlässlich der Arbeit Aufruf konnten Besucher den Weg begehen, den Bettler aus der Umgebung jährlich unter die Füsse genommen haben, um auf der Alp in Gruben / Meiden ein Käsestück gespendet zu erhalten.
December 2013Colour Residues


Exhibition view, reste de coleur, in the group exhibition dé-fi-lé, Fabrikculture Hegenheim, 2013
Exhibition view, reste de coleur, in the group exhibition dé-fi-lé, Fabrikculture Hegenheim, 2013
Audiofile, reste de coleur 2013
reste de couleuer // Colour Residues (2013)
Audio installation consisting of:
Multi-media – audio work, time 1' 54"in loop; A4 laser prints, 500 pieces; chair, pedestal
The work by Françoise Caraco, conceived especially for the exhibition, commences with seeking out residues of colours. In her audio work the artist protocols the locations, the colours and the matching Zwicky yarn colour numbers in numerical listings, encouraging us in the process to perceive the exhibition venue as a part of the exhibition. The recording begins in the here and now with the red chair we have positioned ourselves on. The voice of the artist guides us through the empty factory hall and zooms in on the residues that have accumulated over the years, the leftover traces of bygone activity in the factory hall. Thus she takes us with her on a journey into former times, showing in her commemorative piece that the past of a vessel of an act is in the present. At a visual level she ‘verifies’ her research work with a photographic documentation in which the small rolls of yarn are enacted and at the same time memorialized, the production of these Zwicky silk threads having long since been abandoned. (Visitors are invited to take a sheet with them as a memento.)
Text: Françoise Theis
November 2012retten, halten, löschen 91.5 Mhz






Ausschnitt aus Livesendung: retten, halten, löschen 91.5 Mhz
retten, halten, löschen, 91.5 Mhz, (2012)
Eine Intervention von Françoise Caraco im Vorzimmer in Zürich
retten, halten, löschen ist ein Hörstück von Françoise Caraco, ausgestrahlt im November 2012 auf Radiofrequenz FM 91,5 MHz, hörbar im nahen Umkreis der gleichnamigen Ausstellung im Ausstellungsraum Vorzimmer.
In retten, halten, löschen verknüpft Caraco aktuelle Eingriffe im Ausstellungsraum mit Situationen, wie sie im Zusammenhang mit der Chemiekatastrophe von Schweizerhalle, Basel im Jahr 1986 entstehen konnten. Die Basler Bevölkerung war damals aufgefordert worden, Radio zu hören, nicht nach draussen zu gehen. Das gesendete Hörstück ist eine Collage aus Texten im Zusammenhang mit der Katastrophe, die Caraco transkribiert hat. Sie ist dabei eigenen Assoziationen am Ausstellungsort, aber auch ihrem eigenen Erleben der Ereignisse von 1986 gefolgt.
Für die Livesendung betreibt Caraco kurzfristig einen Piratensender, der auf der Frequenz 91.5 MHz sendet. Besucher der Veranstaltung retten, halten, löschen können die vor Ort live ausgestrahlte Sendung mittels bereit gestellter, kleiner Radiogeräte im ganzen Gebäude und umliegenden Areal mitverfolgen.
Zusätzlich greift die Arbeit formal und inhaltlich zwei vorangehende künstlerische Eingriffe im Vorzimmer auf: Die Wandarbeiten von Germann/ Lorenzi und einem skulpturalen Eingriff Wink Witholts. Caracos Texte verknüpfen autobiografische Äusserungen mit fremden und eigenen Eingriffen im Kunstraum: Die Wandzeichnungen von Germann/ Lorenzi sind von Caraco mit abgetönter Farbe übermalt worden, nach einem Schema, wie im städtischen Raum gegen Tags vorgegangen wird. Die Fenster sind ebenfalls zugemalt. Den Besuchern wird von einer weiss gekleideten Crew Getränke aus einem Stapel von Harassen angeboten.